Pippau > Crepis biennis

Die Pippau (Crepis) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 200 Arten sind in NordamerikaEurasien und Afrika weitverbreitet. Der Trivialname Pippau kommt aus dem Slawischen (poln. pępawa) und galt für den verwandten Löwenzahn (Taraxacum officinale).
Bei uns in Deutschland häufig vorkommende Arten sind der
Wiesen-Pippau und der Kleinköpfige Pippau.
Der Wiesenpippau, Crepis biennis, wird auch Zweijähriger
Pippau, Wiesenfeste oder ehedem Grundfeste genannt, in Teilen
der Schweiz auch Vogeldistel.
Der Kleinköpfige Pippau, Crepis capillaris, ist eine nur einjährige
Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu einem Meter erreichen kann.
Maßgeblicher Unterschied zwischen beiden: Beim Kleinköpfigen
Pippau sind die goldgelben Blütenkörbchen kleiner und haben
einen Durchmesser von nur ein bis zwei Zentimetern. Wenden
wir uns hier und heute seinem großen Bruder, dem Wiesenpippau zu

Der Wiesen-Pippau ist eine milchsaftführende Halbrosettenpflanze, die tief wurzelt. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen; auch Selbstbestäubung ist möglich. Die Vermehrung erfolgt aber weitgehend durch Apomixis, d. h. die Früchte entwickeln sich ohne Befruchtung. Sie sind als Kanarienvogel-Futter verwendbar.

Die Art erträgt keine Beweidung und verschwindet, sobald Mähwiesen in Weiden umgewandelt werden. Auf Wiesen wird sie allerdings gar nicht gerne gesehen, weil sie hartes Heu liefert und vom Vieh meistens verschmäht wird.

Der Wiesen-Pippau auch Zweijähriger-Pippau gennant, ist eine frischgrüne, zweijährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 200 Arten umfassende Gattung sind weit in Nordamerika, Eurasien und Afrika verbreitet. Das lateinische Wort crepis bedeutet Schuhsohle, was sich auf die Form der Blätter bezieht. Das aus dem Slawischen kommende Wort Pippau galt früher für den verwandten Löwenzahn (Taraxacum officinale).

Pflanzenbeschreibung:

Der Zweijährige-Pippau ist von aufrechtem Wuchs und in der oberen Hälfte verzweigt. Die am Stängel wechselständig angeordneten Blätter sind unterschiedlich gestaltet und stark geteilt. Die oberen Blätter sind sitzend angeordnet, die unteren in einen Stiel verschmälert. Die zu Blütenköpfen vereinigten Blüten sind zu mehreren am Zweigende angeordnet, die durch meist gelbe Zungen- und Röhrenblüten sowie einem Kranz von Hüllblättern gebildet werden. Die Hüllblätter sind außen abstehend behaart. Die Blüte hat einen Durchmesser von etwa 4cm. Die Samen haben einen weißen Haarkranz der an einen Rasierpinsel erinnert.

Der Wiesen-Pippau wird häufig mit dem giftigen Jakobs-Kreuzkraut verwechselt, der Pippau hat jedoch mehr Blütenblätter als das Jakobs-Kreuzkraut welches nur 13 Blütenblätter hat. Es sind auch schon Verwechslungen mit Arnika vorgekommen.

Standorte:

Der Pippau wächst bevorzugt auf gedüngten Frischwiesen, -weiden, Mähwiesen und Wegen. Er liebt sonnige Standorte auf nährstoffreichen und basearmen Boden.

Laut „Zeigerwerte nach Ellenberg“ ist der Wiesen-Pippau eine Halblichtpflanze, eine Mäßigwärmezeiger, ein Frischezeiger der mäßig stickstoffreiche Standorte anzeigt und eine Verbandscharakterart der Glatthaferwiesen.

Auf Mähwiesen wird er nicht gern gesehen weil er hartes Heu liefert und meist vom Vieh verschmäht wird, sobald jedoch die Mähwiesen in Weiden umgewandelt werden verschwindet der Pippau.

Inhaltsstoffe:

Über Inhaltssoffe und medizinische Wirkung ist nichts bekannt.

Hinweise zur Verwendung:

Der Pippau ist eine Bitter-herbe Pflanze die als Beigabe für Gemüse und Salate verwendet werden kann. Die jungen Blätter des Wiesen-Pippaus können im Frühjahr (von April bis Mai) Salaten beigegeben werden. Dafür schneidet man sie klein und legt sie zum allfälligen Entbittern roh für ca 2 Stunden in handwarmes Wasser. Weiterhin bilden sie eine herbe Beigabe in Saucen und Gemüsesuppen oder Kochgemüse. Die Pflanze wurde früher auch „Wilder Spinat“ genannt. Man kann die Blätter in Streifen schneiden und ebenfalls roh als Würze zu Kräuterquark, Bratlingen, Krautgemüsebroten und dergleichen beigeben. Ende April findet man die ersten Blütenknospen. Diese werden ca eine Stunde in Salzwasser entbittert und dann in Salate und Gemüsegerichte gegeben oder kapernähnlich bzw. in Salzlake oder Essig eingelegt. Die schönen Zungenblüten von Mai bis Juni sind milder im Geschmack. Sie werden vorsichtig ausgezupft und sind eine willkommene, leicht herbe Zugabe in Dessertgerichten, z.B. in Orangen-Eiscreme. Man setzt sie ebenso gut als essbare Dekorationsstreu zu Salaten, Kräuterbroten, Gemüsegerichten oder Suppen ein.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org

Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen 

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