PilzeSpeisepilzeUnkategorisiertVitalpilze

Schopftintling

Der Schopf-Tintling (Coprinus comatus), auch SpargelpilzPorzellantintlingTintenpilz oder inkorrekt Tintenschopfling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Champignonverwandten. Er ist in Europa heimisch, häufig und jung ein ausgezeichneter, wenngleich nicht sehr haltbarer Speisepilz, denn alte Exemplare zerfließen zu einer tintenartigen Flüssigkeit. Die Art ist kultivierbar, im Handel wird beispielsweise Körnerbrut angeboten, die vom Pilzgeflecht durchwachsen ist.

Achtung: Er muss sehr schnell verarbeitet werden. Am sichersten nach der Ernte sonst bleibt nur ein schwarzer Fleck! 

Der Schopftintling (Coprinus comatus), im Handel immer öfter auch Coprinus genannt, ist geschmacklich ein Pilz der Superlative! Dazu weiter unten Ausführliches.
Da spielt es uns in die Hand, dass er zu den Frühaufstehern im Jahresverlauf der Pilze gehört. Manchmal gibt er sich bereits im April die Ehre. Bis in den November hinein hält er durch. Sein häufigstes Erscheinen in Mitteleuropa hat er im September.
Um seine Haltbarkeit für den Transport zu verlängern, dreht man den Stiel vorsichtig heraus. Stiele getrennt lagern. So überdauern die Hüte ein wenig länger. Die Stiele eignen sich ausgezeichnet, um ein edles, hoch aromatisches Pilzpulver herzustellen. Die Pilze zählen zu den besten Würzpilzen. Also unbedingt mitnehmen!

Vitalpilz Coprinus
Vitalpilz Coprinus

Vieleicht kennen Sie den in ganz Europa, auf Wiesen wachsenden und bei uns geschätzten Speisepilz? Jung geerntet ist er durch seinen spargelähnlichen Geschmack eine Delikatesse. Wird er nicht geerntet, entfaltet er seinen Hut, stülpt im Alter seine Krempe hoch und zerfällt zu einer die Pilzsporen enthaltenden tintigen Substanz. Diese fand früher zum Schreiben mit dem Federkiel Verwendung.
 

Übrigens ist es kein Problem, zu einer Speise mit dem Schopftintling ein Glas guten Wein oder andre alkoholische Getränke zu genießen.
Tatsache ist, bei ganz bestimmten Pilzen darf kein Alkohol getrunken werden. Es handelt sich dabei um den Glimmertintling, Faltentintling und noch ein paar andere Pilze. Vitalpilze die auch als Speisepilze genutzt werden, sind davon aber nicht betroffen! Grundsätzlich gilt es, Speisepilze genügend lange zu erhitzen.
 

Welche Inhaltsstoffe und Wirksubstanzen finden sich im Coprinus comatus?
 

Der Spargelpilz ist einer der seltenen Pilze die, wie z.B. der Austernseitling, Vit. C enthalten. Des Weiteren finden wir von der Vit. B- Gruppe Niacin (Vit. B3), Riboflavin (Vit. B2) und Thiamin (Vit. B1). Die Trockenmasse des Pilzes besteht zu 22-38% aus Eiweiß, darin enthalten sind 20 freie Aminosäuren, darunter alle 8 essenziellen. Auch der Mineral- und Spurenelementgehalt kann sich sehen lassen. Therapeutisch spannend sind vor allem das organisch gebundene Vanadium, das Polysaccharid Fucogalactan und das auch wasserlösliche CCPA-1 (Coprinus comatus Polysaccharid-1), eine hohe Menge an Lektinen und die hitzebeständige Aminosäure L-Ergothionein. Diese stark antioxidativ wirkende und entzündungswidrig wirkende Aminosäure finden wir auch in hohem Maße in Champignons, Austernseitlingen, Kräuterseitling, Shiitake und Maitake.
 

Wie hilft Coprinus comatus bei Diabetes?
 

Seiner Fähigkeit, den Blutzucker zu senken, hat dem Tintling mittlerweile schon einen gewissen Bekanntheitsgrad eingebracht. Der Effekt beruht zum Großteil auf das reichlich enthaltene organisch gebundene Vanadium. Antidiabetika zum Einnehmen sind in ihrer Wirkung nachgewiesenermaßen nur geringfügig stärker.
 

Hat Coprinus Einfluss auf Verstopfung und Hämorrhoiden?
 

Der Schopftintling wirkt durch seinen hohen Gehalt an Lektine. Lektine sind Proteine, welche an bestimmte Zuckerverbindungen der Zelloberfläche andocken und damit biochemische Prozesse auslösen. Dadurch wird die Peristaltik angeregt und die Leber entlastet.
Bei empfindlichen Naturen kann die Verdauung allerdings zu viel des Guten angeregt und Durchfall produziert werden. Meist nützt es auch nicht, wenn die Dosis reduziert wird. In einem solchen Fall muss auf einen anderen Pilz oder die Phytotherapie ausgewichen werden.
 

Unterstützt Coprinus bei Krebs?
 

Für den Coprinus wurde durch seine Wirkstoffmischung mit seinen Polysacchariden eine passable Anti-Tumorwirkung nachgewiesen. Sowohl auf hormonabhängigen als auch auf nicht hormonabhängigen Brustkrebs, Prostatakrebs, Leberzellkrebs, Sarkom und Ehrlich Karzinom

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.