Patherpilz

Patherpilz

Der Pantherpilz (Amanita pantherina) ist eine Pilzart aus der Familie der Wulstlingsverwandten (Amanitaceae). Die Fruchtkörper des Pantherpilzes zeigen typische Wulstlingsmerkmale: braune, mit weißen Flocken besetzte Hüte, beringte weiße Stiele mit verdickter Knolle am unteren Ende und helle, dicht stehende Lamellen. Der Pantherpilz ist stark giftig. Die Fruchtkörper enthalten IbotensäureMuscimol und Muscazon.

Vorkommen:
Sommer-Herbst im Nadel- und Laubwald, an Waldrändern, Waldwiesen, einzeln bis gesellig wachsend.

Merkmale:
Pantherpilz: Hutrand gerieft, Manschette ungerieft, Stiel an der Basis in eine Knolle „blumentopfartig“ eingepfropft. (Achtung, der Tannen-Pantherpilz (A.pantherina var.abietum) zeigt oft diese Merkmale nicht so deutlich!). Grauer Wulstling: Hutrand ungerieft, Manschette oben gerieft, Stiel unten mit wenig ausgeprägter Knolle; Perlpilz: Fleisch verfärbt weinrötlich (an Schneckenfraßstellen schon äußerlich erkennbar).

Der Pantherpilz ist ein Achtung stark giftig!gefährlicher Giftpilz, der in starken Dosen Ibotensäure und Muszimol enthält. Sie haben eine neurotrope Wirkung, d.h. starke Rauschzustände, Krämpfe, Tobsuchtsanfälle bis hin zur Bewußtlosigkeit. Da durch die relativ kurze Latenzzeit von ca 1/2 – 2 Std. die Vergiftung rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann, sind Todesfälle selten.

Im Nadelwald des Berglandes wächst eine andere, ebenso giftige Variation, der Tannen-Pantherpilz (A. pantherina var. abietum). Er ist dunkelhütiger, robuster, der Hut ist erst im Alter gerieft (!), die Stielknolle dicker und schmäler gerandet.

Der Pantherpilz ist aber auch eindeutig psychoaktiv, meist sogar stärker als Amanita muscaria. Aus Rußland hört man, dass dort der Pantherpilz lieber verspeist wird als der Fliegenpilz, da seine Wirkung angenehmer sein soll. In Zentralasien und Sibirien wurde er anscheinend von Schamanen alternativ zum Fliegenpilz als Ritualdroge konsumiert. Die russischen Pantherpilze sollen schöne Visionen auslösen. Als Dosis werden ein bis vier Pilze angegeben.

Der Panthgerpilz wird heute überall dort, wo er vorkommt, psychoaktiv genutzt:

»Amanita pantherina ist ebenfalls eine verbreitete „Freizeitdroge“, die stärker wirkt als der Fliegenpilz (Amanita muscaria). Wird der Pilz in Erwartung eines halluzinogenen Effektes genossen, tritt eher eine angenehme Sensation ein. In vielen Gegenden der USA, in Rußland, in Frankreich, in Italien wird der Pantherpilz auch als Speisepilz gegessen. Es könnte sich um toxinarme Variationen handeln. Die psychotrope Wirkung kann auch durch Rauchen der getrockneten Huthäute oder Pilzkörper erreicht werden. Die tödliche Giftmenge ist für Erwachsene in mehr als 100 g Frischpilz enthalten. Die Wirkung klingt spätestens nach 10 bis 15 Stunden wieder ab. In der älteren Literatur wird von euphorischen und psychotischen Zuständen, die bis zu 8 Tage anhalten können, berichtet (LEONHARDT 1992). In Pantherpilzen, zumindest denen nordamerikanischer Herkunft, konnten Ibotensäure und Muscimol nachgewiesen werden. Dabei nimmt der Gehalt an Ibotensäure bei Trocknung und anschließender Lagerung im gleichen Maße ab, wie der Gehalt an Muscimol zunimmt. Pantherpilze enthalten außerdem Stizolob- und Stizolobinsäure (Aminosäuren), die auch in Stizolobium spp. und Mucuna spp.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Volkstümliche Namen

Agarico panterino, Amanite panthere, Crapaudin gris, Fausse golmelle, Fausse golmotte, Fongo rosper (Treviso »Krötenpilz«), Haitori (Japanisch »Fliegenfänger«), Haitori-goke, Haitori-kinoko,

Haitori-take, Hyö-take (Japanisch »Pantherpilz«), Panther cap, Panther fungus, Panther mushroom,

Tengudake (Japanisch »Tengupilz«), Tengutake361, Tignosa bigia, Tignosa bruna

Der Pantherpilz sieht dem Fliegenpilz (Amanita muscaria) sehr ähnlich, hat aber eine bräunliche oder braune Hutfarbe. Er liefert einen weißen Sporenabdruck und kann leicht mit dem ungiftigen, nicht-psychoaktiven Perlpilz [Amanita rubescens (PERS. ex FR.) S.F. GRAY; syn. Amanita rubens SCOPO. ex FR.] verwechselt werden (ROTH et al. 1990: 48″). Der Pantherpilz kommt fast nur in Laub- und Tannenwäldern vor. In Europa fruktifiziert er von Juli bis Oktober, in Nordamerika meist schon im Frühjahr. Obwohl der Pantherpilz von vielen Menschen als Giftpilz gefürchtet wird, hat er eine lange Tradition als Speisepilz: »Zunächst ist auffallend, daß in manchen Pilzbüchern der Pantherpilz als genießbar bezeichnet wird. Mehrere unserer Patienten, die als verhältnismäßig gute Pilzkenner anzusprechen waren, berichteten uns glaubhaft, daß sie die Pilze seit Jahren ohne Schaden genießen.«  Der Pantherpilz ist aber auch eindeutig psychoaktiv, meist sogar potenter als Amanita muscaria. Aus Rußland hört man, daß dort der Pantherpilz lieber verspeist wird als der Fliegenpilz, da seine Wirkung angenehmer sein soll. In Zentralasien und Sibirien wurde er anscheinend von Schamanen alternativ zum Fliegenpilz als Ritualdroge konsumiert. Die russischen Pantherpilze sollen schöne Visionen auslösen. Als Dosis werden ein bis vier Pilze angegeben.

Der Panthgerpilz wird heute überall dort, wo er vorkommt, psychoaktiv genutzt:

»Amanita pantherina ist ebenfalls eine verbreitete >Freizeit- und Plauschdroge<, die stärker wirkt als Amanita muscaria. Wird der Pilz in Erwartung eines halluzinogenen Effektes genossen, tritt eher eine angenehme Sensation ein. In vielen Gegenden der USA, in Rußland, in Frankreich, in Italien wird der Pantherpilz auch als Speisepilz gegessen. Es könnte sich um toxinarme Variationen handeln. Die psychotrope Wirkung kann auch durch Rauchen der getrockneten Huthäute oder Pilzkörper erreicht werden. Die tödliche Giftmenge ist für Erwachsene in mehr als 100 g Frischpilz enthalten. «(Ro-metal. 1990: 43f.**)

Die Wirkung klingt spätestens nach 10 bis 15 Stunden wieder ab (Rorn et al. 1990: 44**). In der älteren Literatur wird von euphorischen und psychotischen Zuständen, die bis zu 8 Tage anhalten können, berichtet (LEONHARDT 1992). In Pantherpilzen, zumindest denen nordamerikanischer Herkunft, konnten Ibotensäure und Muscimol nachgewiesen werden. Dabei nimmt der Gehalt an Ibotensäure bei Trocknung und anschließender Lagerung im gleichen Maße ab, wie der Gehalt an Muscimol zunimmt (BEUTLER und DER MARDEROSIAN 1981: 423,427; vgl. BENEDICT et al. 1966). Pantherpilze enthalten außerdem Stizolob- und Stizolobinsäure (Aminosäuren), die auch in Stizolobium spp. und Mucuna spp. (vgl. Mucuna pruriens) vorkommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.