Angebrannter Rauchporling

Der Angebrannte Rauchporling oder Rauchgraue Porling (Bjerkandera adusta)[1] ist eine Pilzart aus der Familie der Fältlingsverwandten (Meruliaceae). Der Weißfäuleerreger ist ein sehr häufiger Pilz. Seine Hüte überwachsen häufig dachziegelig-rasig und in großen Scharen Buchenstümpfe. Oft sind große Flächen auch nur krustenförmig überzogen. Die ocker- bis graubraune, oft dunkler gezonte Hutoberfläche ist feinsamtig runzelig. Die Röhrenschicht ist rauchgrau. Junge Fruchtkörper haben einen weißlichen Rand, der bei Berührung schwärzt. Die Fruchtkörper sehen dann wie angebrannt aus. Daher hat der Pilz auch seinen Namen.

Jerzy Opioła 

Der Angebrannte Rauchporling kommt in allen heimischen Wald- und Forstgesellschaften vor. Besonders häufig findet man ihn in mesophilen Rotbuchen- und den entsprechenden Hainbuchen-Eichenwäldern. Er kommt aber auch in Auwäldern und an Moor- und Waldrändern vor. Auch außerhalb von geschlossenen Baumbeständen kann man ihn finden, wie auf Kahlschlägen, an Bäumen und Stümpfen entlang von Straßen, Flüssen und Kanälen, in Parkanlagen und auf Holzlagerplätzen. Er wächst auf be- und entrindeten Stümpfen und Strünken. Besonders häufig findet man ihn an der Stirnfläche, aber auch an liegenden Stämmen und Stapelholz. Er kann aber auch an Wundstellen in noch lebende Bäume eindringen. Zum Beispiel an Blitzrinnen und entlang von Hitzerissen. Dann kann er teilweise am Stamm hoch bis in die Äste hinaufwandern. Der Pilz ist ein Weißfäulepilz, das heißt, er kann gleichzeitig Lignin und Zellulose abbauen. Erscheinen die ersten Fruchtkörper auf dem toten Holz, hat der Pilz das Ende der Initialphase erreicht. Der Pilz verbleibt für mehrere Jahre auf seinem Substrat.

Der Angebrannte Rauchporling kommt vorwiegend auf Laub-, seltener auf Nadelholz vor. Sein Hauptsubstrat ist Rotbuchenholz, auf dem er in 5 von 10 Fällen wächst. Auf Fichten kommt er mit einer Häufigkeit von 1 zu 10 vor. Der Pilz hat aber ein sehr großes Substratspektrum. Er kann auf Ahorn-, Erlen, Birken, Hainbuchen, Haselnuss, Eschen, Pappeln, Kirschen, Eichen, Weiden und weiteren Laubbäumen wachsen. Die Fruchtkörper sind einjährig, gewöhnlich sterben sie im August ab. Dennoch können Fruchtkörper das ganze Jahr über gefunden werden, denn wenn die alten Fruchtkörper absterben, werden schon wieder die neuen gebildet.