Unsere Natur

Kompass-Lattich

Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), auch Kompass-Lattich oder Zaun-Lattich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lattich (Lactuca) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Diese Art verfügt über eine ausgeprägte Anpassung an Trockenheit und Sonneneinstrahlung: Blätter an sonnigen Stellen befinden sich in „Kompass-Stellung“: Die Spreite steht senkrecht, ihre Schmalseite ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, parallel zur Sonneneinstrahlung. Damit sind die Blattspreiten dem weniger intensiven Sonnenlicht des Vor- und Nachmittags voll ausgesetzt. Beim mittäglichen Sonnenhöchststand weisen aber die Blattkanten der Sonne entgegen.

Da der Stachel-Lattich je nach Standort Unterschiede in der Blattausrichtung aufweist, dürfte hier ein Tropismus vorliegen. Im Schatten stehende Pflanzen zeigen nämlich keine solche Ausrichtung der Blattspreiten, es kann in Hanglage sogar vorkommen, dass die beschatteten Blätter horizontal orientiert sind, die besonnten Blätter aber die senkrechte Nord-Süd-Richtung aufweisen.

Die Umorientierung der Blattspreite kommt bei Kompasspflanzen durch eine Wachstums- und Torsionsbewegung des Blattstiels zustande. Daher bleibt die Spreitenstellung nach Abschluss des Wachstums erhalten.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, auch Selbstbestäubung findet statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stachel-Lattich

 

Wirkung & Nutzen

 

 

Es gibt Berichte das der Milchsaft zur Behandlung von Warzen eingesetzt wurde. Außerdem wurde der eingedickte Milchsaft als beruhigendes und hustenreizstillendes Mittel verwendet (hierfür wurde jedoch meist der Gift-Lattich verwendet).

 

Was die Wirkungen der Inhaltsstoffe der Lattiche angeht, weiß man seit Neuestem aus einer Laborstudie, dass die Hauptbitterstoffe Lactucin und Lactucopicrin gegen den Erreger der Malaria, Plasmodium falciparum, wirken und diese Wirkung in Afghanistan ethnobiologisch bekannt ist – nur wird dort keine Lattichart benutzt, sondern die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus), die dieselben zwei Stoffe enthält.

Eine sehr schöne, alte Illustration

Aus Deutschlands Flora in Abbildungen, 1796, von Jacob Sturm, Gemeinfrei, www.biolib.de

Beachtenswert:
 Aus dem Milchsaft des Lattichs (vorzugsweise vom Gift-Lattich, Lactuca virosa – entgegen des Namens wurden nie ernsthafte Vergiftungen mit ihm bekannt) wurde früher Lactuarium gewonnen, ähnlich wie Opium aus den Schlafmohnkapseln. Als Mittel gegen Schmerzen, zur Beruhigung, zum Einschlafen. Während der Hochzeit der Hippies ist Lactuarium zu neuer Berühmtheit gelangt, aber dann schnell wieder in Vergessenheit geraten – weil es wohl doch nicht wirksam war.

Alte Gartensalatsorten enthalten noch mehr Bitterstoffe – etwa die historischen Sorten von Schnittsalat oder Bindesalat. Durch gründliches Waschen schwemmt man viel vom Milchsaft aus, macht man den Salat milder. Das gilt natürlich auch für den Kompass-Lattich. Obwohl, früher brannte man aus diesem Lattich ein Wasser, das Lattichwasser, was als Heilmittel gegen Leberleiden eingesetzt wurde. Und alleine die alten Volksnamen Wilder Salat, Mauersalat, Ackersalat weisen auf einstige Nutzung dieser Pflanze hin. Mir schmeckt der Kompass-Lattich gut in einem Omelette oder Kartoffelrösti. Blätter klein hacken und unter die Eier bzw. Kartoffeln mischen, mitbacken bzw. -braten.

Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), auch Kompass-Lattich oder Zaun-Lattich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lattich (Lactuca) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Diese Art verfügt über eine ausgeprägte Anpassung an Trockenheit und Sonneneinstrahlung: Blätter an sonnigen Stellen befinden sich in „Kompass-Stellung“: Die Spreite steht senkrecht, ihre Schmalseite ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, parallel zur Sonneneinstrahlung. Damit sind die Blattspreiten dem weniger intensiven Sonnenlicht des Vor- und Nachmittags voll ausgesetzt. Beim mittäglichen Sonnenhöchststand weisen aber die Blattkanten der Sonne entgegen.

Da der Stachel-Lattich je nach Standort Unterschiede in der Blattausrichtung aufweist, dürfte hier ein Tropismus vorliegen. Im Schatten stehende Pflanzen zeigen nämlich keine solche Ausrichtung der Blattspreiten, es kann in Hanglage sogar vorkommen, dass die beschatteten Blätter horizontal orientiert sind, die besonnten Blätter aber die senkrechte Nord-Süd-Richtung aufweisen.

Die Umorientierung der Blattspreite kommt bei Kompasspflanzen durch eine Wachstums- und Torsionsbewegung des Blattstiels zustande. Daher bleibt die Spreitenstellung nach Abschluss des Wachstums erhalten.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, auch Selbstbestäubung findet statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stachel-Lattich