Mädesüß

Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria)  oder Wiesen Geißbart ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Sie ist in fast ganz Europa heimisch und man findet sie auf nährstoffreichen Feucht- und Nasswiesen, an Gräben und Bachufern sowie in Erlen-Eschenwäldern. An selten gemähten und nährstoffreichen Gewässerrändern ist das Echte Mädesüß eine Leitpflanze der Mädesüß-Hochstaudenfluren (Filipendulion).

Seinen Namen verdankt das Mädesüß, der früheren Verwendung als Süßungsmittel von Wein und Met. Mädesüße wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und fällt im Sommer durch große, schirmförmige Blütenstände, die einen intensiven, süßlichen Duft verbreiten. Die Blüten verfügen über Inhaltsstoffe wie Ätherische Öle, Heliotropine, Gerbsäure und Kieselsäure. Somit soll Mädesüß eine fiebersenkende Wirkunge haben.

Anwendung
1 Teelöffel des Mädesüßkrauts mit 150ml siedendem Wasser übergießen, abgedeckt

Met, Honigwein:

Der deutsche Name „Mädesüß“ leitet sich wahrscheinlich vom Wort „met“ ab, denn früher hat man dem Honiggetränk Met die Blätter des Mädesüss als Geschmacksverstärker hinzugefügt. Die Imker rieben außerdem das Innere des Bienenstocks mit Mädesüß aus, um den Bienenstock zu reinigen und damit die Bienen ihren neuen Bienenstock annehmen

Getränke aus Mädesüß:

Aus Mädesüß lassen sich Bier und Sirup herstellen. Ausserdem kann man die Blüten durch ihren hohen Zuckergehalt gut als Zuckerersatz in Getränken verwenden. Mädesüß-Sirup stellt man gleich her wie Holunderblüten-Sirup 

Färber-Pflanze:

Aus den Wurzeln kann man schwarzen Farbstoff gewinnen, aus Blatt und Stängel blaue, und aus den blühenden Spitzen hellgrüne Töne.

Altes Wissen :
Mädesüß war eines der drei heiligen Kräuter der Druiden. Im Mittelalter war es als Streukraut, wegen seinem intensiven Geruch beliebt. Im 19. Jahrhundert gewann man die Salicylsäure aus der Pflanze. Aus dieser Substanz stellte man später synthetisch die Acetylsalicylsäure (Aspirin) her. Ihr Name Mädesüss leitet sich vom „süsst den Met“ ab. Früher wurde damit der Met gesüsst. Es kann aber auch von gemähten Wiesen herleiten, die früher „Mede“ genannt wurden. Nach dem Mähen solcher Wiesen verströmte diese Pflanze einen starken und süsslichen Duft.

 

Germanen, Kelten, Slaven

und viele andere nutzten
dieses wunderbare Kraut

„… Und dann nahmen sie die Blüten der Eiche, die Blüten des Ginsters und die Blüten des Mädesüß, und aus diesen erschufen sie das schönste und anmutigste Mädchen, das jemals ein Mensch erblickte. …“

Kleine weiße Wolken scheinen entlang von Wiesen, Gräben, Fluß- und Bachläufen zu schweben, denn hier findet sich das Mädesüß. Das Mädesüß ist nicht nur die Königin der Wiesen, sondern auch eine wahre Delikatesse für die Bienenwelt. Immer wieder könnte ich meine Nase in ihre nach Mandel und Vanille riechenden Blüten tauchen.

Die Pflanze bildet am Boden eine Rosette aus grundständigen Blättern. Aus ihr erhebt sich ein oftmals rot gefärbter, kantiger und beblätterter Stängel, welcher sich im oberen Teil der Pflanze mit wechselseitigen Blättern verzweigt. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, deutlich geädert und gezähnt. An ihrer Unterseite findet sich ein weißer Flaum. Die Blüten strecken sich in einem cremigen weiß in üppigen Dolden der Sonne entgegen. Ist die Pflanze verblüht so bilden sich kleine nussartig aussehende Samen. Der Wurzelstock ist kriechend mit feinen, leicht verholzten Wurzelsträngen.

Manchmal findet sich auch die kleine Schwester des Echten Mädesüß, das Kleine Mädesüß. Wenngleich auch diese Pflanze ebenbürtig verwendet werden kann, sollte sie stehen gelassen werden, da sie nur noch selten in der Natur zu finden ist.

Das Echte Mädesüß, welches bis zu zwei Meter hoch wächst, ist jedoch nicht nur eine lebender Duftspender. In ihr sind wundervolle Inhaltsstoffe vereint, die wir Menschen uns schon seit ewigen Zeiten zu eigen machen.

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
engl: Meadowsweet
Inhaltsstoffe: Salicylsäure, Gaultherin, Vanillin, Heliotropin, Gerbstoffe, ätherische                     Öle, Schleime etc.
Verwendete Teile: Blüten, Blätter, Wurzel
Sammelzeit: während der Blüte
Vorkommen: an Bach- und Flussufern, feuchten Wiesen und Gräben, häufig
Blütezeit: Juni bis September

„Spierpflanze“, Aspirin: Die Blüten enthalten eine große Menge an Salicylsäureverbindungen und Gerbstoffen – der Blütentee wird in der Volksheilkunde daher gerne gegen Erkältungen und Infektionskrankheiten, Grippesymptome, rheumatische Beschwerden eingesetzt. Mädesüß sollte man trocknen und in der kalten Jahreszeit als Tee, auch vorbeugend, trinken.

Der Name„Aspirin“ leitet sich tatsächlich von der Bezeichnung „Spier“ bzw. „Spiraeae“ ab, da man ursprünglich Salicylsäure, die das Medikament Aspirin ausmacht, aus der Weide als auch aus dem Mädesüß gewonnen hat.

Blutreinigung: Mädesüß-Tee eignet sich auch gut als Blutreinigungsmittel: 1-2 TL Kraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 2 Tassen am Tag sind ausreichend, um die Körpergifte aus dem Körper zu schwemmen. Als Grundregel gilt, dass man Tees, besonders mit entschlackender Wirkung, nicht länger als 3 Wochen trinken sollte; dieses Prinzip gilt auch hier.

Met, Honigwein: Der deutsche Name „Mädesüß“ leitet sich wahrscheinlich vom Wort „met“ ab, denn früher hat man dem Honiggetränk Met die Blätter des Mädesüss als Geschmacksverstärker hinzugefügt. Die Imker rieben außerdem das Innere des Bienenstocks mit Mädesüß aus, um den Bienen ihr Heim wohlduftend und gemütlich zu machen.

Heilige Pflanze: Legenden zufolge soll die Heilige Maria die Planze ausgesät und ihre Heilkräfte begründet haben. Das Mädesüß soll ausserdem bei den antiken Druiden eine der heiligsten Pflanzen gewesen sein. Einige Autoren meinen, die Pflanze sei oft als Grabbeigabe gefunden worden, was auf ihre Bedeutung als Wegbereiterin für den Übergang in die Anderswelt hindeutet. Sie war aber auch ein wichtiger Bestandteil von Hochzeits-Sträußen. Grundsätzlich kann man also sagen, dass Mädesüß immer einen Übergang kennzeichnet, im Leben als auch im Tod.

Getränke aus Mädesüß: Aus Mädesüß lassen sich Bier und Sirup herstellen. Ausserdem kann man die Blüten durch ihren hohen Zuckergehalt gut als Zuckerersatz in Getränken verwenden. Mädesüß-Sirup stellt man gleich her wie Holunderblüten-Sirup (siehe „Lieblingsrezepte“).

Färber-Pflanze: Aus den Wurzeln kann man schwarzen Farbstoff gewinnen, aus Blatt und Stängel blaue, und aus den blühenden Spitzen hellgrüne Töne.

Wiesengeissbart 

Wiesengeissbart (Filipendula ulmaria)

Wiesengeissbart wächst meist an sumpfigen Bachrändern. Er hat dicke Stängel, die sich in ein Kapillarsystem bis in viele kleinste Dolden verzweigen, welche zusammen den prächtigen Blütenbausch bilden. Die Blüten haben einen sehr speziellen Duft. Der Stängel ist glatt, kahl, manchmal rotbraun. Er zieht schnell viel Wasser hoch und versprüht es, durch seine sommerwölkchenartigen Blütenstände, in die Luft. Insekten, welche die sommerliche Hitze in Form von materialisiertem Gift in sich herstellen, kühlen sich gerne in ihrer Nähe. Die Frucht hat die Grösse eines Stecknadelköpfchens. Die Blätter sind auf der unteren Seite weissfilzig, oben grasgrün. Wie die Weide entwickelt der Wiesengeissbart Salizylate, sie sind die „Feuerlöscher“ der Natur. Der Wiesengeissbart entfaltet im Menschen die gleichen Kräfte wie als Pflanze wie in der Natur.

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