Unsere Natur

Mutterkraut

Tanacetum parthenium (L.) Sch.Bip., Syn.: Chrysanthemum parthenium (L.) Bernh.) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. In lockeren doldenrispen Gesamtblütenständen stehen fünf bis 30 körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 13 bis 22 Millimeter auf und enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die weiblichen Zungenblüten sind weiß und 5 bis 9 Millimeter lang. Die zwittrigen Röhrenblüten sind gelb.

  • Migräne
  • Andere Namen
  • Hilft bei
  • Warnung

Viele Menschen züchten Mutterkraut (Tanacetum parthenium) auf der Fensterbank und essen die Blätter im Salat oder auf dem Sandwich, um Migräne-Attacken vorzubeugen. Klinische Untersuchungen in Grossbritannien bestätigen diese Wirkung: Bei 72 Prozent aller Patienten, die über zwei bis vier Monate einen Extrakt aus Blüten und Blättern der Heilpflanze eingenommen hatten, verringerte sich die Zahl der Migräneanfälle deutlich. Traten Kopfschmerzen auf, so waren sie schwächer und weniger häufig von Übelkeit, Erbrechen und Schwindel begleitet als vor der Kräuterkur. Bestimmte Inhaltsstoffe der Heilpflanze, vor allem das so genannte Parthenolid, verhindern die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn, etwa des Serotonins, dessen unkontrolliertes Freisetzen für Migräneattacken mitverantwortlich ist. In Deutschland ist das Mutterkraut noch wenig gebräuchlich. Derzeit wird aber eine erste klinische Studie mit dem Ziel durchgeführt, die therapeutische Wirksamkeit zu untermauern und die optimale Dosierung zu ermitteln. In etwa drei Jahren soll Mutterkraut auch hier für die Behandlung von Migräne zugelassen werden.

Mutterkraut hat eine dreifache Wirkung gegen Migräne: Es wirkt zielgerichtet, genau dort, wo Migräne entsteht – in den Blutgefäßen im Kopf. Es hemmt die Erweiterung der Blutgefäße und verhindert Entzündungsvorgänge, die den Schmerz verursachen.

Falsche Kamille, Zierkamille, Fieberkraut, Bocksblum, Breselkraut, Jungfernkraut, Mägdeblümen, Mählerkraut, Magdblum, Maraun, Mater, Materie, Matram, Matran, Matrenen, Matrenichen, Matron, Matronkraut, Mehlert, Meidblumen, Meter, Metern, Metra, Metter, Metterich, Mettram, Mettrs, Mütrich, Muattachrut, Muterkrut, Sonnenauge, Römische Kamille, Bertram, Mutterkamille

Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Darmparasiten, Depressionen, Erkältung, Fieber, Gicht, Hautentzündungen, Insektenstiche, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Rheuma, Verdauungsprobleme, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Würmer

Nicht während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Allergien gegen Korbblütlern verwenden. Es können bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen im Mund auftreten, wenn frische Blätter gegessen werden.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

Das gesamte Kraut wird als Arznei verarbeitet, also alles außer der Wurzel. Es enthält 0,5 bis 0,9 Prozent ätherisches Öl, mit den Substanzen Kampfer und Chrysanthenylacetat als Hauptkomponenten. Daneben kommen zu 0,5 bis zwei Prozent Sesquiterpenlactone vor, unter anderem der Inhaltsstoff Parthenolid.
Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Mutterkraut?
In Laborexperimenten zeigen Zubereitungen aus Mutterkraut verschiedene Effekte: Sie verringern die Freisetzung des Botenstoffes Serotonin aus Zellen, sie steuern Entzündungen entgegen und greifen hemmend in die Blutgerinnung ein. Forscher schreiben diese Wirkungen vor allem der Substanz Parthenolid zu.
MutterkrautEs gibt Hinweise darauf, dass Mutterkraut einem Migräne-Anfall vorbeugen kann, da Serotonin dabei wohl als Auslöser eine Rolle spielt. Bislang fehlen allerdings wissenschaftliche Beweise dafür.
Wichtige Hinweise:
Mutterkraut gilt als gut verträglich und ruft nur selten Nebenwirkungen hervor, wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden.
 Häufiger treten allergische Reaktionen auf. Dies gilt besonders für Menschen, die eine Allergie auf Korbblütler (Asteraceae) haben.

Schwangere und Stillende sollten Mutterkraut nicht anwenden

.