Unsere Natur

Schmalblättriges Weidenröschen

Epilobium angustifolium

Das Schmalblättrige Weidenröschen  (Epilobium angustifolium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weidenröschen  (Epilobium) in der Familie Nachtkerzengewächse  (Onagraceae).

  • Magen - Darm
  • Husten
  • Niere - Blase - Prostata
  • Haut
  • Schmerzen – rheumatische Beschwerden
  •  

  • Ätherische Öle
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe

  • Tee
  • Extrakt / Tinktur

  • Blüte
  • Blatt
  • Kraut

entzündungshemmend,
harntreibend

Gun…….

Weit weniger imposant ist das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum). Es kommt gerne an Bachufern vor, wird höchstens 80 Zentimeter hoch und trägt kleine Blüten. Therapeutisch hat diese Art jedoch die größere Bedeutung. Weidenröschenkraut wurde in früheren Jahrhunderten unter anderem gegen Durchfall, Atemwegserkrankungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Die heutige Verwendung von Epilobii herba geht auf die österreichische Heilkräuterkundlerin Maria Treben zurück. In den 1970er-Jahren verhalf sie der fast vergessenen Heilpflanze zu neuer Popularität. Sie empfahl das Weidenröschenkraut bei benigner Prostatahyperplasie (BPH). Erfahrungsberichten zufolge besserten sich die typischen Miktionsbeschwerden.
Inhaltsstoff wie in Brennnessel, Kürbis und Sägepalme

Ob das Weidenröschen tatsächlich therapeutische Wirkung hat, ist allerdings wissenschaftlich nicht geklärt. Doch Epilobium-Arten enthalten Phytosterole, vor allem β-Sitosterol. Diese Substanzen sind auch in Brennnessel, Kürbis und Sägepalme enthalten und gelten als wirksamkeits- relevant bei der benignen Prostatahyperplasie. Zudem enthält Weidenröschenkraut Flavonoide und Gerbstoffe, die zur Gesamtwirkung beitragen könnten.

Bei BPH-bedingten Miktionsbeschwerden

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Kraut von Epilobium angustifolium und Epilobium parviflorum als traditionelles Arzneimittel eingestuft. Epilobii herba kann demnach in Teeform (1,5 bis 2 g/250 ml Wasser) zur Linderung von BPH-bedingten Harnwegsbeschwerden eingesetzt werden. Die in deutschen Apotheken verfügbaren Weidenröschen-Fertigtees werden allerdings überwiegend als Haus- oder Kräutertees angeboten (z.B. Aurica® Kleinblütiges Weidenröschen Tee, Bombastus Weidenröschenkraut kleinblütig, Salus® Weidenröschen-Mischung).

 

Weidenröschenkraut wurde vom HMPC als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Es kann bei Beschwerden der ableitenden Harnwege im Zusammenhang mit benigner Prostata­hyperplasie (BPH) verwendet werden, wenn ärztlicherseits eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden kann.

Herba Epilobii – Weidenröschenkraut (Feuerkraut, Koptischer Tee, Weidenröschentee), die knapp vor oder während der Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Teile.

Für den Aufguss gebe 200 ml kochendes Wasser auf einen Esslöffel frische oder getrocknete Weidenröschenblätter und lasse ihn 10-15 Minuten ziehen. Als Kur solltest du ihn nicht länger als drei Wochen einnehmen und maximal zwei Tassen täglich trinken.

Eine Tinktur aus Weidenröschen-Blättern ist leicht selbst herzustellen. Wende sie bei den gleichen Leiden an wie den Tee. Falls du keine alkoholischen Tinkturen nutzen möchtest, ist dieses Rezept für einen hausgemachten Essig-Auszug vielleicht eine passende Alternative.