Unsere Natur

 Weiße Gänsefuß

(Chenopodium album)

Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album), auch Weiß-Gänsefuß genannt,[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gänsefuß (Chenopodium) in

der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). In Mitteleuropa meist als landwirtschaftliches Unkraut betrachtet, dient er in anderen Regionen als GemüsePseudogetreide oder Futterpflanze.

Entzündungshemmend,
Blähungen,
Verstopfung,
Darmentzündung,
Würmer,
Zahnschmerzen,
Rheuma,
Blasenschwäche,
Menstruation regelnd,
Gelenkentzündungen,
Geschwollene Füsse,
Ekzeme,
Wunden,
Insektenstiche,
Sonnenbrand,

Saponine, Campesterol, Phenylalanine, Stigmasterol, Betain, Oleanolsäure, Oxalsäure, Sitosterol, Tryptophan, Tyrosin, Xanthotoxin, Zink

  • Tee
  • Extrakt / Tinktur
  • wie Spinat

Blätter,
Samen,
Knospen,
Wurzeln

entzündungshemmend,
harntreibend

Um den Saponingehalt abzuschwächen, 
nur getrocknet o. gekocht anwenden

Roh ist der Saponingehalt sehr hoch

Medizinische Anwendung

Um einen Tee aus dem Gänsefuss zu bereiten, übergiesst man ein bis zwei Teelöffel des getrockneten Krautes (oder der Blätter) mit kochendem Wasser. Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Achtung Beachtenswert

Gänsefuss-Tee wirkt leicht abführend.

Ausserdem wirkt er entzündungshemmend. Man kann ihn also gegen Entzündungen im Verdauungssystem und im Mundraum einsetzen. Er soll auch gegen rheumatische Schmerzen helfen.

Aufgrund seines Gehaltes an Stigmasterol müsste der Gänsefuss auch den Eisprung fördern können. Er enthält zudem östrogenähnliche Substanzen, was auf eine mögliche Wirkung gegen Wechseljahrsbeschwerden hindeutet.

Äusserlich

Tee aus dem Gänsefuss kann man äusserlich als Bad, Waschung oder Umschlag anwenden.

Diese Anwendung soll gegen Insektenstiche, Ekzeme, Sonnebrand, Gelenkentzündungen und geschwollene Füsse helfen.

Der frische Saft des Stammes soll gegen Sommersprossen helfen.

Samen

Die Samen werden zur Linderung von Blasenproblemen gekaut.

Küche

Den Gänsefuss kann man als vielseitiges Wildgemüse verwenden.

Man sollte ihn wegen der enthaltenen Saponin jedoch nur gekocht benutzen. Er sollte auch nicht häufig und in grossen Mengen gegessen werden. Hin und wieder gegessen ist er jedoch gut als Gemüse geeignet.

Die Blätter kann man als Spinatersatz zubereiten.

Zusammen mit Bohnen gekocht, wirken die Blätter des Gänsefusses Blähungen entgegen.

Knospende Blütenstände können wir Brokkoli verwendet werden.

Die Samen kann man trocknen und gemahlen dem Mehl zum Backen zufügen. Man kann sie auch als Grütze kochen, was in Indien sehr beliebt sein soll.

Man kann die Samen auch zur Keimung von Sprossen verwenden und Salaten zugeben. Zu diesem Zweck sollten die Samen zuerst über Nacht eingeweicht werden und dann gründlich ausgespült, um die Saponine zu entfernen.

Von Johann Georg Sturm Figure Deutschlands Flora

 

Pflanzenbeschreibung

Man vermutet, dass der weisse Gänsefuss seine ursprüngliche Heimat im Himalaya hat. Er hat sich jedoch schon seit Jahrtausenden fast weltweit ausgebreitet.

Als Kulturbegleiter folgt er den Siedlungen der Menschen, denn er wächst gerne auf nährstoffreichen Böden, besonders, wenn diese vom Menschen bearbeitet wurden. Er kommt in Gärten, auf Feldern, an Wegrändern, auf Schuttplätzen, an Ufern und auf Waldlichtungen vor.

Der weisse Gänsefuss ist eine sehr vielgestaltige Art, deren Verteter manchmal gar nicht wie die gleiche Pflanze aussehen.

Die einjährige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch, an kargen Stellen gibt es jedoch auch weisse Gänsefüsse, die nur fünf Zentimeter hoch werden.

Die Wurzel des Gänsefusses reicht bis zu einen Meter tief, weshalb er auch Trockenperioden gut überstehen kann.

Der Stengel wächst aufrecht und meistens stark verzweigt.

Die Blätter stehen an Stielen, die dem Stengel entspringen. Im unteren Bereich sind die Blätter gelappt mit gesägten Rändern, weiter oben sind sie schmal lanzettlich oder eiförmig-rhombisch. An der Oberseite sind die Blätter meistens dunkelgrün und etwas mehlig bestäubt. Auf der Unterseite sind die Blätter weisslich.

Die weissgrünen Blüten sind geknäulte Knubbel und recht unscheinbar. Sie sind weisslich bemehlt, was der Pflanze die Nebenbezeichnung „weiss“ eingebracht hat. Die Blüten stehen in Scheinähren in den Blattachseln.

Die Samen sind schwarz und glänzen. Eine grosse Pflanze kann über eine Million Samen produzieren.