In der germanischen-skandinavisch Mythologie ist der Gundelrmann der Göttin Freya, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit gewidmet.
Dieses Kraut sorgt für einen Zustand von gesteigerter, klarer Wahrnehmung und hoher mentaler Präsenz.
Bis ins 17. Jahrhundert war sie das wichtigste Biergewürz für die Brauereien Als anregendes Gewürz war sie der Kirche ein Dorn im Auge und wurde von den Mönchen durch den einschläfernden und lustmildernden Hopfen ersetzt.
Die Gundelrebe ist auch eines der 9 Kräuter der Gründonnerstagssuppe, die früher als Kultspeise galt. Mit dieser aus Frühlingskräutern gekochten Suppe feierten die Menschen das Erwachen der Natur. Oft war diese Speise auch der 1. Vitaminstoß nach einem langen kalten Winter. Die Blätter lassen sich das ganze Jahr über als Zutaten zu Quarkaufstrich, Kräuterbutter, Gemüsegerichten, Suppen und Salaten verwenden.
| Gundermann (Glechoma hederacea) |
| Systematik |
|---|
| Familie:Lippenblütler (Lamiaceae) Unterfamilie:Nepetoideae Tribus:Mentheae Untertribus:Nepetinae Gattung:Gundermann (Glechoma) Art:Gundermann |
| Wissenschaftlicher Name |
| Glechoma hederacea |
Der Gundermann (Glechoma hederacea), auch Gundelrebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die wintergrüne, ausdauernd krautige Pflanze bildet lange, niedrige Ausläufer. Vielen Wirbellosen dient sie als Futterpflanze, während einige der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe für viele Säugetiere giftig sind. Aufgrund der ätherischen Öle und der Bitterstoffe wurde der Gundermann früher als Gewürzpflanze verwendet und junge Blätter als Gemüse gekocht. Die Pflanze fand bereits bei den germanischen Völkern als Heil- und Zauberpflanze Verwendung. Der Gundermann ist im Großteil Europas verbreitet. In Mitteleuropa ist er sehr häufig. Er kommt außerdem in West- und Nordasien bis Japan, Hongkong und Tonkin vor. In Neuseeland, USA und Kanada wurde er durch den Menschen eingeschleppt.
An Inhaltsstoffen wurden aus dem Gundermann verschiedene Flavonoide (Cymarosid, Cosmosyn, Hyperosid, Isoquercetin und Luteolin-7-Di-Glukosid) und nicht-heterosidische Triterpenoide (Ursolsäure, n-Nonacosan, β-Sitosterol) isoliert.[3] Sie enthalten auch 0,03 bis 0,06 Prozent ätherische Öle, die aus (−)-Pinocamphon, (−)-Menthon, (−)-Pulegon, α-Pinen, β-Pinen, Limonen, p-Cymen, Isomenthon, Isopinocamphon, Linalool, Menthol und α-Terpineol bestehen. Gerbstoffe sind mit 3 bis 7 Prozent vertreten. Daneben kommen noch ein nicht genauer bekannter Bitterstoff namens Glechomin sowie Marrubiin und Saponine vor.[6] Die Blätter enthalten auch Lektine, die spezifisch N-Acetylgalactosamin binden und die den Lektinen der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) ähnlich sind.[7]
Forschungen, die die pharmakologischen Eigenschaften des Gundermann klären, lassen sich nur vereinzelt finden: Bei Sesquiterpenen aus Gundermann konnten in Versuchen cytotoxische Eigenschaften auf verschiedene Krebsarten nachgewiesen werden.[8] Des Weiteren ließ sich eine antibakterielle, antioxidative[9] und entzündungshemmende[10] Wirkung feststellen.
